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Martin Luther

 

Die Reformation,

 

die eng mit dem Wirken des „Reformators“ Martin Luther verbunden ist, war eine kirchliche Bewegung zur Erneuerung des Christentums. Im Allgemeinen wird sie auf eine Zeit von 1517, dem Thesenanschlag Luthers zu Wittenberg, bis 1648, dem Ende der Glaubenskriege mit dem Westfälischen Frieden datiert. Die wesentlichen Vertreter der Reformation neben Luther waren Calvin und Zwingli in der Schweiz und die Humanisten Erasmus von Rotterdam, Franz von Sickingen und Ullrich von Hutten.

Eigentlich war das Ziel der Bewegung die römisch-katholische Kirche zu reformieren, Missbrauch und Missstände, wie den Ablasshandel und den Ämterkauf zu beseitigen. Eine Spaltung der Kirche war ursprünglich nicht beabsichtigt worden. So entstanden als Folge die unterschiedlichsten protestantischen Kirchen, die auf unterschiedliche Lehren und Bibelauslegungen zurückgehen.

Auch für die katholischen Kirche blieb die Reformation nicht ohne Folgen. Neben der Abspaltung der lutheranischen und protestantischen Kirchen, ganzer Länder und Territorien, wurden etliche Ziele der Reformation auch in der Kirche Roms durch die Gegenreformation und durch katholische Reformen umgesetzt.

 

Der Reformator Martin Luther (1483-1546) war im christlichen Glauben als ehemaliger Augustinermönch und Theologieprofessor tief verwurzelt. Als Kind bürgerlicher Eltern kannte er das schwere Leben einfacher Menschen und stand daher dem würdelosen Ablasshandel-Geschäft kritisch gegenüber Mit dem „Thesenanschlag“ zur Schlosskirche in Wittenberg und den darin enthaltenen 95 Thesen prangerte er maßgeblich insbesondere den Ablasshandel an. Deshalb gilt der 31.Oktober 1517 gemeinhin als Beginn der Reformation und Martin Luther als ihr wesentlicher Initiator. Um den einfachen Menschen das Wort Gottes zugänglich zu machen, übersetzte Luther in seinem Versteck auf der Wartburg bei Eisenach die lateinisch Bibel ins die deutsche Sprache. Eine wahrhaft historische Leistung, die mit dem Aufkommen des Buchdrucks für eine rasche Verbreitung der Lehre Luthers sorgte.

 

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